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Nur durch gute
Koordination konnten auf der Insel die gemeinsamen
Großübungen, sie zählen mittlerweile fest zum
Jahresdienstplan, durchgeführt werden. Es macht der
Wenningstedter Jugendfeuerwehr immer wieder Spaß an
solchen Ernstfallsimulationen teil zu nehmen. 1997 und
2002 waren wir sogar selber Ausrichter einer solchen
Großübung.
In den 25 Jahren unseres
Bestehens nahmen wir oft und immer erfolgreich an
Leistungsspangenabnahmen teil. 1984 konnte sogar die
dänische Leistungsspange erworben werden. Bei
Wettkämpfen konnten unter anderem einige Pokale erkämpft
werden.
Neben der Vermittlung
theoretischem Fachwissen ist natürlich auch der
Freizeitaspekt nie zu kurz gekommen. Waren wir in den
Anfangsjahren noch auf die Spende eines Zeltes
angewiesen, so konnten später weitere Zelte hinzugekauft
werden, um gemeinsam auf Fahrten zu gehen. Dass diese
das gewisse „I-Tüpfelchen“ bei der Mitgliedschaft in der
Jugendfeuerwehr sind und unter die Rubrik Highlights
fallen, ist bekannt. Unter ausreichend Freizeit neben
Theorie verstehen wir nicht nur, dass unsere Betreuer
immer auf den gesunden Mix aus Übung, Sport und Spiel
bei den Dienstabenden geachtet haben, sondern wir meinen
auch Gruppenerlebnisse wie Grillen, Eis essen gehen,
Besichtigungen, Weihnachtsfeiern oder bei Hermann Moto-
Cross fahren.
Am Wichtigsten aber ist
die Teilnahme an Aktivitäten im Ort. Hier haben wir in
den letzten 25 Jahren viel getan und manchem eine Menge
Arbeit abgenommen. Man bedenke, das alljährliche
Einsammeln der Weihnachtsbäume und Buschwerk zur
Biikezeit, oder das Leiten der Syltläufer durch
Wenningstedt.
Fast solange wie es die
Jugendfeuerwehr Wenningstedt gibt nehmen wir jährlich
mit unserem Grillstand am Dorfteichfest und anderen
Veranstaltungen teil, um unsere Jugendkasse
aufzubessern. Wir sammelten aber auch Geld für Andere.
Haben wir früher die DGzRS unterstützt, beteiligen wir
uns auch am Projekt „Jugend Sammelt für Jugend“.
Wie die meisten
Jugendgruppen haben auch wir Partnerwehren. Nach dem
Fall der Mauer knüpften wir mit der Feuerwehr Baabe auf
der Insel Rügen Kontakt. Es galt, dort eine eigene
Jugendfeuerwehr zu gründen. Mit ausgemusterten
Kleidungs- und Ausrüstungsgegenständen griffen wir den
Baabern unter die Arme. Anlässlich ihres 5jährigen
Bestehens 1998 überreichten der Wehrführer Peter Wolf
mit einer Abordnung der Jugend und den Betreuern dort
einen Wimpel, der auch noch am gleichen Abend nach guter
Manier durch unsere Jugend „geklaut“ wurde. Die
Deutschlandweit gültigen Regeln der „Unbewachten Wimpel“
wurden dabei beachtet. Für eine junge Wehr ist dies ein
nützliches und bedeutsames Präsent, denn auch wir
bekamen unseren Wimpel geschenkt. Eng verbunden sind wir
noch mit der Jeugdbrandweer Hoorn in den Niederlanden.
Mit 26 Jungen sind wir
1979 gestartet, heute 2004 sind wir 7 Mädchen und 12
Jungen. Zwar war die Mitgliedsstärke immer befriedigend,
doch waren auch Jahre dabei, in denen wir eine kleine
gemütliche Runde waren. Das war bedingt durch Austritte
aus der Jugendfeuerwehr oder Übertritte in den aktiven
Dienst der freiwilligen Feuerwehr. Seit 1987 bilden wir
auch, nach dem Einverständnis der Wehrführer Kampens und
Wenningstedts, Jugendliche aus dem Nachbarort Kampen
aus. Einen besonderen Mitgliedsschub haben wir auch der
Sicherheitsübung 1991 mit Jugendlichen in der Norddörfer
Grundschule, zu verdanken. Hiermit traten auch die
ersten Mädchen in die Jugendfeuerwehr ein. 12 der 17
Neuzugänge in diesem Jahr waren Mädchen.
Das ereignisreichste
Jahr, vom Gründungsjahr Abgesehen, war 1998. Anfang des
Jahres gab der dienstälteste Jugendfeuerwehrwart der
Insel, Erwin Holst, das Amt an seinen langjährigen
Ausbilder und Stellvertreter, Torsten Leißner, ab. Mit
Torsten hat sich innerhalb eines Jahres einiges
geändert, aufgrund des unterschiedlichen
Ausbildungsstandes der Jugendlichen wurden diese in zwei
Gruppen aufgeteilt und unterschiedliche Dienstzeiten
eingeführt. Wegen der Zusammengehörigkeit und der
Kameradschaft findet alle drei Wochen gemeinsamer Dienst
statt. Der bis zum Jahre 2000 mit dem langjährigen
Ausbilder und neuem Stellvertreter Hans Joachim Leideck
die Jugendfeuerwehr erfolgreich weiterführte. In diesem
Jahre trat Hans- Joachim Leideck aus dem
Jugendfeuerwehrdienst aus persönlichen Gründen zurück.
Als Ausbilder und neuer Stellvertreter folgten nun die
ehemaligen Jugendfeuerwehrmitglieder Jan Kaysser und
Lars Roth.
Es konnte ein originelles
Feuerwehrmobil organisiert werden das von Torsten und
Hans- Joachim in mühevoller Kleinarbeit restauriert
wurde. Es handelt sich um ein Citroen 2CV, also einer
Ente, die als Feuerwehrauto umfunktioniert wurde. Dieses
Gefährt schafft es trotz seiner „Mini-Größe“ die
Funktionen, eines Leiterwagens, Mannschaftswagens und
Löschfahrzeuges, denn es verfügt über einen Wassertank
und Schlauchmaterial, zu vereinigen.
Im Juli 1999 wurde von
uns anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums, ein
dreitägiges Zeltlager an der Norddörferhalle
durchgeführt und fuhren kurz darauf ins Kreiszeltlager
nach Ostenfeld. Im gleichen Jahr wurde von der
Jugendfeuerwehr aus eigenen Mitteln ein PKW-Anhänger
angeschafft, der extra für die Bedürfnisse unserer
Jugend angefertigt wurde.
Das Jahr 2000 war das
traurigste Jahr in der Geschichte unserer
Jugendfeuerwehr. Am 31.Oktober des Jahres hat uns durch
einen tragischen Unfall unser ehemaliger
Jugendfeuerwehrwart und Ehrenmitglied Erwin Holst für
immer verlassen. Wir werden Erwin durch viele gemeinsame
Erlebnisse und als guten Freund nie vergessen.
Vom Golfclub
Wenningstedt-Braderup/Kampen wurde uns im Februar 2000
ein nicht mehr benötigter PKW-Anhänger für den Transport
unseres Flori 1 übergeben. Der Wunsch nach Kapuzenpullis
wurde uns von der Kurverwaltung Wenningstedt-Braderup
erfüllt.
Vom
02. – 13.08.2000 fuhren wir zusammen mit der
Jugendfeuerwehr Hörnum zu unserer befreundeten Feuerwehr
nach Hoorn in Holland. Auch in diesem Jahr nahmen wir an
der Großübung teil, die von der JF Sylt-Ost
ausgerichtet wurde.
Auch
im Jahre 2001 fuhren wir wieder mal nach Baabe auf
Rügen, um am „Mönchgut-Pokal“ teil zu nehmen. Bei einer
Großübung der JF Westerland nahmen wir teil. Die
Besonderheit dieser Übung am Schulzentrum war die
Freistellung der Jugendlichen vom Unterricht, weil sie
während des Schulbetriebes stattfand. Vom 31.07. –
09.08.2001 fuhren wir auf eine Freizeitfahrt an die
Neustädter Bucht, wo wir unter anderem den Hansa-Park in
Sierksdorf das Sea-Life Center in Timmendorf, die
Indoor- Kartbahn auf Fehmarn und das Schiffshebewerk
Scharnebeck besuchten. Zu den Höhepunkten gehörten
allerdings die Flughafenfeuerwehr Hamburg und die
Lifeshow der Hell- Drivers.
Die
Marineversorgungsschule List übergab uns im Jahre 2001
einen nicht mehr benötigten Löschkarren. Der uns für die
Ausbildung der jüngeren Kameraden auf Grund seiner
kleineren Armaturen und Schläuche sehr zu Gute kommt. So
folgte im Mai 2002 wieder die Fahrt zum Wettkampf nach
Baabe auf die Insel Rügen. Weiterhin nahmen wir an einem
11-tägigen Zeltlager der JF Flecken Adelebsen an der
Norddörferhalle teil. Danach fuhren wir auf eine
5-tägige Kanu-Tour nach Dänemark. Nach dem Dorfteichfest
verbrachten wir einen Tag auf dem Hamburger DOM.
Auch
im Jahr 2003 fuhren wir nach Baabe auf Rügen. Kurze Zeit
später besuchten wir das 40-jährigen Jubiläums der JF
Flecken Adelebsen ihr Zeltlager.
Vom
02. – 12.07.03 nahmen wir am internationalen Zeltlager
in Hoorn teil, wo wir unsere alljährliche Sommerfahrt
anschlossen und auf einem nahe liegenden Campingplatz
noch einige schöne Tage verbrachten. Zu den Highlights
2003 in Holland gehörten unter anderem
der
Besuch im AJAX- Fußballstadion in Amsterdam
Grachtenfahrt durch Amsterdam
Besuch bei einer Holzschuhmacherei
dem Bäckereimuseum in Medemblik
die Besichtigungen der neuen Brandwachen der FF- Hoorn
und Enkhuizen
In
diesem Jahr machten wir nach dem Dorfteichfest einen
Tagesausflug nach Dänemark in das Sommerland-Syd. |